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1. Bildstocker Ko(m)mödchen

Montag, den 17. November 2008 um 01:00 Uhr
Kneisjer mit tollem Sessionsauftakt

Am letzten Samstag um 20.11 Uhr fiel der Startschuss zur Session 2008/2009 bei den Kneisjern vom Hoferkopp. Mit dem ersten Bildstocker Ko(m)mödchen, dem Nachfolger des Saartierischen Kabaretts, konnten die Kneisjer in gewohnter Art und Weise vor ausverkauftem Haus gemeinsam mit dem Publikum einen tollen Beginn der anstehenden Faschingskampagne feiern. Die Theater- und Kabarettgruppe zeigte sich wie üblich in Bestform.

Sowohl unser tolles Publikum als auch die Akteure haben die Umstellungen, die sich durch den neuen Spielort im bildstocker Rechtsschutzsaal ergaben, hervorragend angenommen. Ein ausgewogenes, starkes Programm, welches im schauspielerischen als auch im gesanglichen Bereich voll überzeugen konnte, bescherte unserem Publikum einen vergnüglichen Abend.

Den Auftakt machte hierbei das Stück „Der Theaterbesuch“. Ilse Spies und Volker Meyer zeigten dabei, wie hektisch es zu Hause zugehen kann, wenn man pünktlich zu einer Veranstaltung kommen möchte. Pech nur, wenn der Stress umsonst und die Veranstaltung erst einen Tag später ist. Die zehnjährige Larissa Theil und ihr Vater Andreas konnten in der Folge mit dem Titel „Brüder“ von der Gruppe PUR begeistern.
Eine Schulstunde der besonderen Art zeigte wie im Jahre 2222 Saarländisch als Amtssprache eingeführt wird. So lernen wir daraus: die englische Redewendung „To help to become quicker.“ bedeutet nichts anderes als „Ich mach dir gleich mol Feier unnerm Arsch“
Darauf wusste Markus Euler mit seinem ersten Auftritt des Abends ein Highlight zu setzen. Unplugged mit Akustikgitarre erzählte er uns die Geschichte der „Streets of London“.
Abgerundet wurde die erste Hälfte mit dem „Telegrafenamt“, ein Stück von Emil Steinberger, in dem Gerd Müller in Schwyzer-Deutsch rätselte und telegrafierte. Die zentrale Frage lautete hier: „Grautier mit vier Buchstaben?“ Und nur wer selbst ein Esel ist glaubt daran, dass ein kirchlicher Feiertag „Ogtern“ heißen kann und ein kirchliches Instrument „Prgel“.

Den Auftakt der zweiten Hälfte machten, wie schon fast traditionell, die Hoferkopfsänger. Mit zwei schwungvollen Titeln konnten sie einmal mehr vollauf überzeugen. Schade, dass diese tolle Truppe an den Kappensitzungen nicht mehr zur Verfügung steht. „Trotzdem waren, sind und bleiben wir Kneisjer, die auch zu allen anderen Veranstaltungen gerne auf der Bühne stehen!“ gab der Manager der HKS, Franz-Josef Kriebisch, bekannt.
Peter Junk konnte sodann als „Zerstörer“ in der Slapsticknummer „Das Bild hängt schief“ von Loriot begeistern. Dabei legte er gekonnt eine Wohnungseinrichtung in Schutt und Asche, wobei er lediglich ein Bild gerade ausrichten wollte.
Dies brachte sodann die Haustechnik ins Spiel, die in dem Stück „Der Scheinwerfer“ einen defekten Scheinwerfer zu richten hatte. Wer schon einmal auf unseren Veranstaltungen war, kann sich gut vorstellen, dass dieser natürlich heute noch nicht brennt.
Mit ihrer Stimme zu überzeugen wusste auch Gabi Kessler in den Genres Gospel und Chanson.
Einen „Konzertbesuch“ der besonderen Art wusste Christian Fink zu bescheren.
Beim Versuch den richtigen Platz im Konzerthaus einzunehmen konnte er dem Publikum mit Körperbeherrschung und Fruchtbonbons den Abend versüßen. Da war alles fit im Schritt.
Mit dem melancholischen Stück „Der Mann am Fenster“ läutete Markus Euler noch einmal musikalisch das große Finale des ersten Bildstocker Ko(m)mödchens ein.
Auf vielfachen Wunsch glänzten Ilse Spies und Andreas Theil auch in diesem Jahr wieder als Miss Sophie und Butler Heinz in der saarländischen Variante von Dinner for One: „Schwänger for Ääns“.

Gegen 23 Uhr verabschiedete unser Conferencier Martin Braun Akteure und Gäste. Nach diesem gelungenen Abend ist die 5. Jahreszeit offiziell eingeläutet, die wir gemeinsam mit unseren tollen Gästen und Fans bis hin zum Aschermittwoch fortsetzen möchten.
In diesem Sinne

Kneisje Olé
 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. Januar 2009 um 02:21 Uhr